Halbe Katoffl für den Grimme Online Award nominiert!

Frank Joung ist mit seinem Podcast Halbe Katoffl für gleich zwei Preise nominiert! Einmal für den Alternativen Medienpreis, und einmal für den diesjährigen Grimme Online Award.

Die Jury des Grimme Online Awards sagt:

“Die halben Kartoffeln: Das sind Deutsche, die nicht-deutsche Wurzeln haben. Im „Halbe Katoffl Podcast“ schildern sie ihre persönlichen Geschichten und sprechen über die Erfahrungen, die sie mit dem Leben zwischen zwei Kulturen gemacht haben. Diese sind meist bereichernd, nur selten fühlen sich die Gesprächspartner eingeschränkt. Natürlich geht es in dem Gesprächspodcast auch um Stereotype, Ausgrenzung und Fragen der Integration – ernste Themen, aber mit viel Humor und sympathisch vermittelt.”

Im Blog des Grimme Online Awards wird Frank auch noch mal ausführlicher vorgestellt.

Und in einem kleinen Video ruft er zum Abstimmen für den Halbe Katoffl Podcast auf:
“Es wäre an der Zeit für einen asiatisch-deutschen Gewinner des Grimme Online Awards!”

Das könnt ihr hier online noch bis zum 17. Juni machen: Klick >>

Wir freuen uns riesig über Franks Nominierung und drücken alle Daumen, dass er gewinnt!

Wir sehen uns auf der re:publica18

Am 4. Mai sprechen wir auf der re:publica18 in Berlin über die vielleicht im ersten Moment schräg anmutende Idee, ein Unternehmen ganz langsam aufzubauen, so wie wir es mit hauseins probieren.

Eigentlich lag für uns die Idee recht nahe: Weil der Podcastmarkt in Deutschland gerade erst entsteht – ja, es gibt mittlerweile jeden Tag 400 neue Shows, aber die andere Seite, also Geldgeber, Multiplikatoren, Medienhäuser, für die man das produzieren kann, die gewöhnen sich gerade erst daran, dass Podcasts für sie interessant sein könnten – weil also dieser Markt gerade erst erschlossen wird, brauchen wir jetzt nicht mit Vollspeed losrennen, um dann in zwei Jahren ausgebrannt zu sein, wenn es endlich läuft.

Und trotzdem fragt man sich ständig wieder: Ergibt das Sinn, langsam zu sein? Diese Frage haben wir auch dem Shruggie schon gestellt, der eine ziemlich gute Antwort hatte. Und wir stellen sie uns auf der re:publica18 und suchen nach Antworten, warum das eigentlich die beste aller Unternehmensstrategien sein könnte.

Kommt vorbei, wir freuen uns, wenn ihr Hallo sagt! Wir sprechen am Freitag, den 4. Mai um 14:15 auf Bühne 3.

 

P.S.: Den Mitschnitt des Talks stellt die re:publica18 später online, wir verlinken ihn dann hier.

Jetzt geht’s los: Der Plan W Podcast

Seit heute Früh könnt ihr nun die erste Folge des Plan W Podcasts hören.

In der ersten Folge geht es um die Frage, warum Gefühle am Arbeitsplatz eigentlich so verpönt sind. Warum sollte man nicht mal weinen oder Mitgefühl zeigen oder aus der Haut fahren? Susanne Klingner spricht mit dem Buchautor und Coach Christian Seidel, der sich seit Jahren mit Geschlechterklischees beschäftigt, vor allem auch mit denen am Arbeitsplatz. Außerdem erzählt die Facebook-Chefin Sheryl Sandberg vom Tod ihres Mannes und wie dieser ihr Verhältnis zu ihren Gefühlen verändert hat – und vor allem den Wunsch nährte, dass wir auch im Arbeitsumfeld offen mit unseren Emotionen umgehen können.

Den Plan W Podcast bekommt ihr bei iTunes und Spotify, oder sucht in eurem Lieblings-Podcatcher einfach nach “Plan W”.

Viel Spaß beim Hören! Und wenn euch der Podcast gefällt, empfehlt ihn weiter und hinterlasst ein paar Sterne und einen Kommentar bei iTunes!

Der Plan W Podcast startet

hauseins produziert ab sofort einen vierwöchentlichen Podcast für die Süddeutsche Zeitung.

Der Podcast erscheint in der Plan W-Familie und dreht sich wie das vierteljährliche Heft um Wirtschaftsthemen, aus weiblicher Perspektive erzählt, vor allem um die Frage, wie Frauen die Wirtschaft verändern.

2014 hatte ich – Susanne – bei der SZ begonnen, das Magazin mitzuentwickeln, das dann im Juni 2015 zum ersten Mal erschien. In den letzten Monaten konnte ich nun die SZ-Kolleginnen und -Kollegen für die Idee eines Plan W-Podcasts begeister, und am 13. April ist es soweit: Die erste Episode geht online. Im Teaser erklären wir schon mal die Idee:

In der ersten Folge wird es um das Thema “Gefühle am Arbeitsplatz” gehen. Denn immer noch wird es als höchst suspekt gesehen, wenn mal jemand in der Arbeit weint. Warum eigentlich? Das versuche ich gemeinsam mit meinen Gesprächspartnerinnen und -partnern herauszufinden. Und ist es nicht langsam Zeit, dass sich das ändert? Dass wir ganze Menschen am Arbeitsplatz sein dürfen? Sheryl Sandberg und Lena Dunham sind sich jedenfalls einig: Ja, unbedingt!

Das Plan W-Heft mit dem Themenschwerpunkt “Emotionen” erscheint übrigens einen Tag später, am 14. April in der Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung.

Wie Werbung deinen Podcast noch ein bisschen besser macht

Neulich bekam die Wochendämmerung einen Kommentar von J.:

“Hallo ihr zwei,
Ihr macht einen großartigen Podcast, den ich gerne über Steady unterstützen möchte.

Aaaber, ich hasse Werbung. Und ich will einfach aus Prinzip kein Geld für einen Podcast ausgeben, der sich (auch) durch Werbung finanziert. Dass man einen werbefreien Feed haben kann, macht mich auch nicht glücklich, das schmeckt mir ganz persönlich zu sehr nach ‘zwei-Klassen-Feed’. Ich hätte dann nicht das Gefühl, euer tolles Projekt zu unterstützen, sondern mir nur die Werbefreiheit zu erkaufen.

Jetzt steht ihr auf Steady ja relativ gut da, kann ich davon ausgehen, dass es ‘keine Werbung gibt, solange ihr über dem Funding Ziel seid’? Oder ist das voneinander entkoppelt? Wie sind weitere Pläne bezüglich Werbung in der Wochendämmerung?”

Lieber J.,
danke für deine Zeilen! Weil vielleicht nicht nur dich diese Fragen umtreiben, antworte ich dir hier mal öffentlich:

Die Wochendämmerung ist ein Podcast unter dem Dach des Podcastlabels „hauseins“. Das Ziel von „hauseins“ ist es, Podcasts zu produzieren und zu vermarkten – vor allem aber zu professionalisieren und den Hosts, Produzent_innen, Sound Designern, der Buchhaltung und dem Orga-Team etwas zu bezahlen. Im Moment ist die Wochendämmerung der einzige Podcast, der Einnahmen in einer Höhe hat, die man als „okayes Honorar“ bezeichnen kann.

Ich will dir mal transparent machen, was an Arbeit in so einer Sendung steckt:
– Holger und ich bereiten die Sendung intensiv vor, dazu gehören auch zunehmend Interviews mit Expertinnen und Experten, die euch Hörerinnen und Hören Ereignisse noch mal gut einordnen; letztes Mal habe ich zum Beispiel um die 4 Stunden für die Vorbereitung gebraucht
– Wir zeichnen knapp 2 Stunden auf.
– Anschließend brauche ich drei Stunden zum Schneiden des Materials; der Sendung würde aber sogar noch ein kleines bisschen mehr Editing gut tun…
– Dazu kommen ein bis zwei Stunden für die Shownotes und um die Sendung in Social Media zu verbreiten.
– Eigentlich wollen wir immer ein Audiogramm mit Untertiteln online stellen, das habe ich aber dieses Mal gar nicht geschafft.
– Und eigentlich soll es jede Woche einen Newsletter zur Sendung geben; der aber ich zum Beispiel zeitlich einfach nicht drin.
– Bitte nicht vergessen: Equipment, Server, Software und Postproduction, Buchhaltung.

Vielleicht macht dir dieser schnelle Überblick ein bisschen klarer, dass eine Sendung wie die Wochendämmerung kein Hobby ist – schlicht nicht sein kann. Wir lesen die ganze Woche über Artikel und Bücher zur Vorbereitung, sehr viel anderes, auch andere (bezahlte) Jobs kommen wegen der Wochendämmerung zu kurz. Und wir lassen sie auf eine Art auch gern zu kurz kommen, denn wir lieben die Sendung sehr. Aber unser Anfangsziel von 2.500 Euro pro Monat war nur die Schmerzgrenze, bei deren Finanzierung wir überhaupt weitermachen. Das eigentliche Fundingziel siehst du im Moment auf unserer Steady-Seite: 4.000 Euro. Die wären ein vernünftiges Honorar für Holgers und meine Arbeit, die wir in diese Sendung stecken, um aus ihr ein hochqualitatives Angebot zu machen.

Das Ziel von hauseins ist es darüber hinaus, allen Podcasts und Beteiligten des Labels mindestens okaye – perspektivisch aber wirklich gute – Honorare zahlen zu können. Die freiwilligen Spenden der Hörerinnen und Hörer decken hier einen Teil der Kosten ab, aber eben bei den meisten Sendungen nur einen Teil. Einen anderen Teil wird bei fast allen unserer Shows die Werbung übernehmen.

Den Nutzen von Werbeeinnahmen solltest du nicht unterschätzen – auch wenn du schreibst, dass du sie “hasst”: Zum einen ist es von unseren Hosts eine Art Solidaritätserklärung den finanziell schwächeren Sendungen gegenüber; überschüssige Einnahmen aus der einen Sendung sollen auch die andere Sendung finanzieren, die vielleicht nicht so ein zahlungskräftiges Publikum hat, aber einfach eine tolle Sendung ist. Und zum anderen erlauben uns Werbeeinnahmen, auch einfach mal richtig “schöne” Dinge zu machen, die wir uns sonst nicht leisten könnten – zum Beispiel der Wochendämmerung ein neues Cover zu schenken. Ist das nicht toll geworden? Hat aber natürlich auch einiges an Geld gekostet. Und das soll es auch. Kreative Arbeit muss gut bezahlt werden.

Im Prinzip war das einer der beiden Grundimpulse, dieses Label hauseins zu gründen: Podcastmachern die Finanzierung ihrer kreativen Arbeit zu ermöglichen! Daran glauben wir ganz fest, und wir hoffen auch werbekritische Hörer wie dich da mit ins Boot holen zu können. Ja, Holger macht immer seine Witzchen, dass er mit der Sendung reich werden wird. Aber das sind eben: Witzchen.

Zu deiner Frage also: Wer an die Wochendämmerung spendet, unterstützt direkt die Arbeit von Holger und mir. Je eher wir auf andere Jobs verzichten können, desto mehr Zeit können wir in die Sendung stecken und noch mehr Service drum herum anbieten. Wer spendet, bekommt Zugang zu einem eigenen werbefreien Feed. Und jeder Werbekunde, den wir gewinnen können, unterstützt wiederum das ganze Projekt hauseins und die Idee, Podcastmachern ihre Leidenschaft auch bezahlen zu können.

Ganz liebe Grüße!
Katrin

Unsere Shows bei Spotify

Von 0 auf 2400 in acht Wochen

Als Katrin mir vor einigen Monaten erzählte, dass der wöchentliche Podcast “Die Wochendämmerung” nur bis Ende des Sommers 2017 bei Audible laufen würde, da waren wir schon mitten in der Planung für das Startprogramm von hauseins, und ich mochte sofort die Idee, eine eigene wöchentliche Nachrichtensendung zu produzieren. Eine Dreiviertelstunde, die die herkömmlichen Nachrichtenmagazine ergänzt, die persönlich, klug, witzig ist – und die auch mal dorthin guckt, wo die meisten Medien sonst nur alle Jubeljahre hinschauen.

Die Frage war nur von Anfang an: Wie finanzieren wir das Ding? Entschieden haben wir uns dafür, euch darum zu bitten, der Sendung das Geld zu geben, das sie braucht. Und dort sind wir schon jetzt, nach nur 2 Monaten Wochendämmerung bei hauseins – die Basisfinanzierung steht. 483 Menschen (Stand Ende November) zahlen monatlich insgesamt über 2.400 Euro, was den Basisbetrieb der Sendung garantiert. Und was uns natürlich sehr sehr freut. Sowohl uns als Produktionshaus der Sendung, als auch Katrin und Holger als Moderationsduo, als auch uns als Medienmacher. Weil es uns hoffen lässt, dass es da draußen genug Menschen gibt, die guten Journalismus zu schätzen wissen und auch bereit sind, ihn zu finanzieren.

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Susanne und Katrin bei “Audible Original Podcasts”

Audible hat mit seinen “Original Podcasts” ein groß und breit angelegtes Podcast-Programm gestartet. Mit dabei ist eine Serie über Frauen und Geld, “Mind the Gap”, die von Susanne Klingner produziert wird und eine Serie über gelebte Utopien, “Blaupause”, produziert von der Kooperative Berlin, in der Katrin Rönicke als Sprecherin durch die Sendungen führt.

Zugänglich sind die “Audible Original Podcasts” nur für audible-Kunden, die mit ihrem Abo von 9,95 € exklusiven die wöchentlich erscheinenden Folgen hören können.

Vortrag auf der Subscribe 9

Auf der Podcast-Konferenz SUBSCRIBE 9 haben wir erzählt, wie es dazu kam, dass wir hauseins gegründet haben. Und wir haben von den ersten Herausforderungen und Zukunftsplänen erzählt. Der Vortrag wurde aufgezeichnet – für alle, die nicht dabei sein konnten:

13./14. Oktober 2017: Susanne und Katrin auf dem Zündfunk-Kongress

Auf dem diesjährigen Zündfunk-Kongress in München könnt ihr Katrin Rönicke und Susanne Klingner beim Vortra “Warum du deinen Podcast liebst” lauschen.

Seitdem es Menschen gibt, erzählen sie sich Geschichten. Früher am Lagerfeuer, heute in Podcasts. Susanne Klingner und Katrin Rönicke schauen sich die Tricks der erfolgreichsten Produktionen an. Wir gucken, welche Stimmen noch fehlen und wir werfen einen Blick in die Zukunft des Storytellings, denn: Podcasts sind die Bücher, die ihr Abends nicht mehr lest, weil die Augen so schwer sind – aber richtig müde seid ihr auch noch nicht. Aus dieser Session geht ihr nicht raus, ohne mindestens 10 neue Shows im Podcatcher zu haben.

Der findet am Freitag 13.10. auf der kleinen Bühne statt. Weitere Infos und Tickets zum Netzkongress gibt es unter zuendfunk-netzkongress.de